Dieses tschechische Theaterensemble gehört seit seiner Gründung zu den bekanntesten Repräsentanten des tschechischen Theaters in der Welt. Es hat an mehr als 65 internationalen Theaterfestivals teilgenommen und hat weit über 250 Auslandstournées in Europa, Nord- und Südamerika, Asien, Afrika und Australien hinter sich.
Während der Teilnahme am internationalen Theaterfestival im schottischen Edinburgh im Jahre 1962, hat die Kritik in der Zeitschrift Times erwähnt, dass dieses Ensemble " die Magie auf die Weltbühne zurückkehrt". Das Prinzip des Gründers und des künstlerischen Direktors Jiøí Srnec ist in der Anwendung eines einfachen Tricks, des sogenannten "schwarzen Kabinets". Der primitive Form von diesem Prinzip konnte man bereits im alten China begegnen und später dann beim Auftreten von Zauberern. Teilweise wurde es auch in der Kinematographie (Mélies) und im Theater (Stanislawkij) genutzt. In der Praxis des schwarzen Theaters bedeutet es, dass in schwarz gekleidete Schauspieler mit Requisiten auf einem schwarzen Hintergrund vom Publikum nicht zu sehen sind. Gegenstände und verschiedene Objekte werden dadurch beweglich und das ermöglicht ihre Belebung. Dem Jiøí Srnec und seinem Theater dient jedoch der Effekt von diesem Trick nicht als Zweck, sondern als Mittel zur Erzielung des szenischen und mimischen sprachlichen Bildes, das durch eine musikalisch organisierte Bewegung der Objekte und der Schauspieler realisiert wird.
Nach langen Jahren von Weltreisen und ohne eine feste Theaterbühne in Prag haben nun die ausländischen als auch tschechischen Besucher die Möglichkeit, dieses originille, ursprüngliche Schwarze Theater auf der Prager Bühne im Theater ‚Divadlo v Celetné' zu sehen. Ab April 2000 wird hier die neueste Aufführung "Weisser Pierot in schwarz" laufen.